Mit Akkordeon, Gitarre, Waschbrett und Baritonsaxophon, Maultrommel, Heuler und Kamm spielen die fünf schweren Jungs der leichten Muse ihren eigenen Mainstream aus Bekennerliedern, Stadionrockhits und Volksjazzstandards.
Die Wort-Eskapaden von Matthias Egersdörfer umgarnt die Band mit improvisierten Klangtapeten, leichtfüßigem Rock`n Roll und totalitärer Unterhaltungsmusik.
Fast zu Fürth bewegt sich dabei mit verschmitzten, gequälten, verwirrten, entstellten, unrasierten und schreienden Gesichtern auf dem rutschigen Grat zwischen Scheitern und Siegen.
Matthias Egersdörfer, Gewinner des Hamburger Comedy Pokals 2006 und Stammgast des Quatsch Comedy Club, hat die verwelkte Boygroup seiner Jugend wiedervereint. Seither fordert die Kleinkunstszene eine freiwillige Selbstkontrolle für blödelnde Männer. Denn der treu sorgende Familienvater Lothar Gröschel (Akkordeon), der Besserverdiener Christan Betz (Gitarre), der gesichtslose Angestellte Philipp Moll (Waschbrett und ähnliches) und der Lokführer Robert Stephan (Saxophon) sind breit, ihrem Publikum alles zuzumuten und auch zu zeigen. Für die fünf Buben von „Fast zu Fürth“ ist die Uhr abgelaufen, ihre Gene in einer Frau zu platzieren. Also haben sie Narrenfreiheit. Sie müssen auf nichts und niemand mehr Rücksicht nehmen.
„Fast zu Fürth“ ist die Show, die in Scheidung lebenden Paaren immer gefehlt hat. „Fast zu Fürth“ ist genau das, was man sich nie getraut hat, sehen und hören zu wollen. „Fast zu Fürth“ ist schlimme Comedy mit lustiger Musik.
Frontmann Matthias Egersdörfer spricht, schreit und tobt es aus sich heraus. Alles, was er sich verkneifen musste, als er sich in der Blüte seiner Manneskraft befand. Seine nie überwundene Pubertätsromanik, seine heiße Mutterliebe, seine schlechten Manieren, seinen Hang zum groben Fehlverhalten auch gegenüber dem Publikum – den Rock’n’Roll seines inneren Schweinehunds und was sonst an Entgleisungen auf dem XY-Gen programmiert ist.
„Fast zu Fürth“ ist ein gutes Beispiel für guten Geschmack. „Fast zu Fürth“ erinnert trotzdem nicht an die ökologisch bewegten Liedermacher der 1980er. „Fast zu Fürth“ ist genau so, wie man sich deutschen Humor nicht vorstellen kann. „Fast zu Fürth“ ist ein Musical der Sehnsucht. „Fast zu Fürth“ ist für die breite Masse geeignet. „Fast zu Fürth“ verbaut volksnahe Schlager zu Liedgut, in dem eine Fliege den Hals des eben verstorbenen Onkels bis in den Bauch kriechen darf. „Fast zu Fürth“ behandelt spannende Themen wie Aufstehen, Kaffee kochen und an der Ampel anhalten. „Fast zu Fürth“ verweigert die Auskunft, ob das Publikum schallend lachen oder vor Lachen weinen soll. „Fast zu Fürth“ ist wie die „Rolling Stones“ – ein Grüppchen kaputt gegangener Männer. „Fast zu Fürth“ ist mit nichts vergleichbar. „Fast zu Fürth“ ähnelt den „Blues Brothers“, deren Reunited-Tour kein Polizeiaufgebot der Welt hatte stoppen können. „Fast zu Fürth“ ist die deutsche Band mit den meisten Ohrwürmern. „Fast zu Fürth“ ist eine Bedrohung für nicht austrainierte Lachmuskeln. „Fast zu Fürth“ ist nicht lustig, wenn man keinen Humor hat. „Fast zu Fürth“ empfiehlt seinen Fans, sich früh am Veranstaltungsort einzufinden, damit die besten Plätze zuerst besetzt sind.
Matthias Egersdörfer & Fast zu Fürth sind